Die Projektinitiative für mehr Leben und Wachstum in unseren Dörfern!

Überall in Deutschland, wo die Bevölkerung schrumpft – und das geschieht zunehmend in ländlichen Gebieten – wird das gegenwärtige Niveau der Infrastruktur nur sehr schwer zu halten sein. Weniger Bürgerinnen und Bürger bedeuten auch dabei auch weniger Kaufkraft – das wird sich natürlich auch auf die Hauptakteure der jeweiligen Wirtschaftsstandorte niederschlagen.

Westerburg und Rosenfeld möchten diesen Herausforderungen zukünftig noch besser gewachsen sein. Zu diesem Zweck wurde die Projektinitiative „IN ist, wer DRIN ist“ ins Leben gerufen. Gemeinsam mit Handel, Gewerbe, Dienstleistung und Handwerk (HaGeDiHa) sowie unter Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger der Gemeinden werden in den kommenden Jahren Projekte entwickelt, die das Leben im Dorf attraktiver machen und die Wirtschaftsstandorte stärken sollen.

Workshop in Rosenfeld

Im Mai 2010 fand ein erster gemeinsamer Workshop in Rosenfeld statt. Bürgermeister, Kommunalplanerinnen und Kommunalplaner sowie Politikerinnen
und Politiker aus beiden Kommunen waren dazu aufgerufen, detailliert über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ihrer Gemeinden Auskunft zu geben.

In einer gemeinsamen Gruppenarbeit mussten sich die Workshop Teilnehmer dabei z.B. Argumente für ein Wohnen und Arbeiten in der jeweiligen Kommune unter Berücksichtigung der verschiedenen Bedürfnisse in verschiedenen Altersgruppen erarbeiten.

Im Anschluss wurde eine Bestandsaufnahme in Rosenfeld und Westerburg durchgeführt, bei der einzelne Stadtteile bzw. Ortsgemeinden und deren Highlights besichtigt werden konnten. Die Ortsbegehung diente auch dazu,
bereits revitalisierte Sanierungsprojekte in den Kommunen und Baulücken
sowie Leerstände zu dokumentieren.

Die Bürgerbefragungen für mehr Planungssicherheit

Auf Basis des Workshops, der Analyse der Ausgangssituation und der Ortsbegehung wurde in beiden Kommunen im Spätsommer 2010 eine Bürgerbefragung durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Bürgerbefragung
können Sie hier einsehen.

Die Bürgerbefragung befasste sich u.a. mit der Wohn- und Lebenssituation,
dem Zuzugsverhalten und der Einstellung zur Nutzung regenerativer Energien
der Bürgerinnen und Bürger in der Stadt Rosenfeld und in der Verbandsgemeinde Westerburg.

Es wurden aber auch Fragen zu laufenden Projekten der Kommunen gestellt,
um u.a. festzustellen, ob die Bürgerinnen und Bürger diese Projekte wahrnehmen und wie sie diese bewerten. Bei der Auswertung der Ergebnisse wurde ein besonderer Fokus auf die zielgruppenspezifischen Bedürfnisstrukturen gelegt. Menschen in der Altersgruppe 16 – 25 Jahre bewerten die o.g. Kriterien als Eigentümer eines Einfamilienhauses in der Altersgruppe 41 – 51 Jahre.

Die anschließende Marketingplanung basierte somit sowohl auf der Expertise der Kommunalplanerinnen und Kommunalplaner als auch auf den repräsentativen Ergebnissen der Bürgerbefragung. Damit hat man aus Sicht der Projektgruppe derzeit ein Höchstmaß an Planungssicherheit erreicht. Eine weitere Bürgerbefragung im Jahr 2012 soll zeigen, inwiefern sich die Situation in beiden Kommunen in Bezug auf Leerstands- und Baulückenmanagement, Nutzung von regenerativen Energien und der Bewertung der Lebensumstände sowie der Arbeits- und Ausbildungsplatzsituation verändert haben.

Die Ziele der Marketingplanung

Die Ziele der Marketingplanung lagen in der

Analyse der Gemeindensituation aus Sicht der Planer, der Verwaltung
und der Politik
Sondierung der Bürgermeinung zu den o.a. Themen und Feststellung der
allg. Bedürfnisstruktur zu den Themen Arbeiten, Wohnen und Leben
Erarbeitung einer Planungsbasis für die Implementierung eines nachhaltigen,
individuellen Standortkonzeptes mit den Schwerpunkten Leerstands-,
Baulücken-, Ab- und Zuwanderungsmanagement unter Einbeziehung aller
für die Verbandsgemeinde Westerburg und die Stadt Rosenfeld relevanten
Standortfaktoren

Darüber hinaus sollen die Ergebnisse der Bürgerbefragungen den Verantwortlichen eine Planungsgrundlage für die Schwerpunktsetzung in der zukünftigen Kommunalpolitik bieten.

Die Präsentation der Marketingmaßnahmen im Rittersaal

Nach erfolgreicher Durchführung der Bürgerbefragung in beiden Kommunen wurden die Befragungsergebnisse und die Marketingmaßnahmen für das Projekt "IN ist, wer DRIN ist!" in Westerburg präsentiert.

Folgende Maßnahmen stehen in den kommenden Monaten an:

Implementierung eines integrativen Diaolgsystems mit den Bürgerinnen
und Bürgern
Aufbau einer Expertengruppe, die sich auch Fachleuten beider Kommunen zusammensetzt und standortrelevante Themen gemeinsam weiterentwickelt
Ausbau des bestehenden Informationsportals www.gemeindebörse.de
zu einem interaktiven Immobilien- und Ausbildungsmedium

Darüber hinaus werden die Möglichkeiten geprüft, gemeinsam mit Partnern vor
Ort ein Förderkonzept zu entwickeln und das Potenzial der heimischen Wirtschaft nach innen und außen tranparent zu machen.

Die Immobilienbörse bildet in der gesamten Phase der Umsetzung das Herzstück des Informationsportals. In der Immobilienbörse sollen durch die aktive Einbindung
der Bürgerinnen und Bürger der Region alle leer stehenden bzw. möglichst viele leer stehende Häuser, Grundstücke und Eigentumswohnungen eingestellt werden.
Dieser Service wird kostenfrei angeboten.

Das Ziel der Immobilienbörse besteht nicht darin, Leerstand festzustellen,
sondern diesen abzubauen. Modular bedeutet, dass zukünftig Handel, Handwerk, Gewerbe und Ausbildungs- bzw. Arbeitssuchende in dieses Informationsportal integriert werden - ganz im Sinne eines Standortkonzepts.

Unter www.gemeindeboerse.de werden Sie ständig über die neusten Projektschritte der beiden Kommunen informiert.

Die Ergebnisse der
Bürgerbefragung liegen jetzt vor!

Bürgerbefragungen liegen immer mehr im Trend.

Tun sich Bund oder die Länder noch schwer damit, die Bürgerinnen und Bürger in Form eines Volksent-scheid an politischer Arbeit zu beteiligen, nutzen immer
mehr Bürgermeisterinnen und Bürgermeister die Möglichkeit, durch eine Bürgerbefragung Mitwir-kungsmöglichkeiten zu übertragen.

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